Musterbeispiel einer geglückten Integration

Peter Gruner | 25.08.2010 | N1008
Zugegeben: Die Skepsis in der SVP war gross, als bekannt wurde, dass Frau Zilka Hajrovic die diesjährige 1. August - Rede in unserer Gemeinde halten würde. Sollte unser Nationalfeiertag missbraucht werden, um Integrationsförderung zu betreiben?

Unsere Vorbehalte haben sich als vollumfänglich unbegründet erwiesen, im Gegenteil: Wir ziehen den Hut vor Frau Zilka Hajrovic und gratulieren ihr nicht nur zu Ihrer Rede, sondern auch für ihren Mut, sich überhaupt als Rednerin zu Verfügung gestellt zu haben.
Analysiert man die 1. August - Rede von Zilka Hajrovic, so fällt vor allem ihre tief empfundene Dankbarkeit gegenüber unserem Land auf. Ohne ihre Herkunft zu verleugnen, hat sie die Zuhörer an ihren Erfahrungen in unserem Land teilhaben lassen und eindrücklich geschildert, wie sie und ihre Familie sich über die letzen 20 Jahre aktiv "in diese Gesellschaft einzuleben und zu integrieren versuchten". Dabei standen Einsatz, Wille und Selbstinitiative immer im Zentrum ihrer Bemühungen. Als logischer, weiterer Schritt erfolgte 2007 auch die Einbürgerung der gesamten Familie.

Es fällt ebenfalls auf, dass Zilka Hajrovic stolz darauf ist, heute in der Schweiz mit ihrer Familie "ein besseres Leben führen zu dürfen". Besser als mancher "Urschweizer" erkennt Zilka Hajrovic auch mit bestechender Klarheit die Besonderheiten und Vorteile der Schweiz und spricht sich klar und deutlich für deren Erhalt aus. Wir betrachten die Familie Hajrovic als Musterbeispiel einer geglückten Integration.


Die SVP wird bekanntlich mit penetranter Regelmässigkeit mit Ausländerfeindlichkeit oder gar Rassismus in Verbindung gebracht. Wir halten in diesem Zusammenhang fest, dass wir keinerlei Vorbehalte gegenüber Ausländern haben, die sich wie die Familie Hajrovic verhalten, im Gegenteil: Sie sind herzlich willkommen und verdienen unsere volle Unterstützung.


Trotzdem dürfen die offensichtlichen Probleme im Zusammenhang mit unseren ausländischen Mitbewohnern nicht verharmlost werden und es gilt fairerweise festzuhalten, dass die Familie Hajrovic leider nicht den Regelfall, sondern eher die Ausnahme darstellt. Wir fordern deshalb unsere ausländischen Mitbewohner auf, sich ein Vorbild an dieser Familie zu nehmen!


Zilka Hajrovic ist im Übrigen aufgefallen, dass kaum eine Handvoll Personen aus ihrem Wohnquartier (Wyde) an der 1. August-Feier teilgenommen haben…


PS: Die Publikation des vorliegenden Artikels wurde von Frau Zilka Hajrovic ausdrücklich genehmigt.